Druckspeicher / Lagertank
Wir konstruieren und fertigen stationäre H₂-Druckspeicher und Lagertanks für die Wasserstoffwirtschaft. Unsere Standardauslegungen reichen von 50 bis 400 bar bei Volumina bis 190 m³. Für höhere Drücke bis 500 bar realisieren wir Rohrbündel-Wasserstoffspeicher. Jeder Speicher ist auf hohe Lastwechselzahlen ausgelegt und wird nach AD 2000, EN 13445 oder ASME gefertigt und geprüft.
Dichtheit und Festigkeit werden für den Betriebsfall nachgewiesen
Für Druckspeicher im Wasserstoffbetrieb wählen wir Werkstoffe und Schweißverfahren entsprechend den berechneten Lastfällen und den Bedingungen des Mediums aus. Die druckführenden Schweißnähte werden nach der festgelegten Prüfspezifikation zerstörungsfrei geprüft. Dichtheits- und Festigkeitsnachweise richten sich nach dem angewendeten Regelwerk.
Bauarten und Druckbereiche unserer Wasserstoffspeicher
Vom Pufferspeicher hinter dem Elektrolyseur bis zur Hochdruckstufe der H₂-Tankstelle fertigen wir Wasserstoffspeicher in standardisierten Volumina und Druckklassen von 50 bis 400 bar sowie als Sonderausführungen. Oberhalb von 400 bar wechselt die Bauart: Bis 500 bar setzen wir auf Rohrbündel-Wasserstoffspeicher.
Standardvolumina bis 50 bar Auslegungsdruck
Verfügbar als vertikale oder horizontale Ausführung, gefertigt nach AD 2000, EN 13445 oder ASME. Standardvolumina: 10, 20, 33, 50, 75, 95, 100, 115, 130, 160 und 190 m³. Die 10- und 20-m³-Speicher dienen typischerweise als Pufferspeicher hinter PEM- und alkalischen Elektrolyseuren, die großen Volumina als Bulk- und Saisonspeicher für H₂-Industrieparks.
WOLF Safety Technology
Ein Wasserstoff-Druckbehälter ist eine Investition über 20 bis 30 Jahre. Die WOLF Safety Technology bündelt die wiederkehrende Prüfung nach BetrSichV mit begleitender ZfP und einer Restlebensdauerbewertung. Das senkt die Lebenszykluskosten um bis zu 30 Prozent.
Qualitätssicherung im eigenen Haus
Unser QS-Team prüft die Fertigung im eigenen Haus. Die vorgesehenen Prüfverfahren und das 3D-Aufmaß werden projektspezifisch festgelegt. Materialzeugnisse, Fertigungsnachweise und Prüfergebnisse führt unser Dokumentationsteam in einer nachvollziehbaren Projektdokumentation zusammen.
Normgerechte Auslegung
Unsere Ingenieure rechnen jeden Wasserstoffspeicher mit Dimy6, Compress 2025 (ASME) und Sant’Ambrogio NextGen 2025 (AD 2000, EN 13445), ergänzt um ANSYS Mechanical für FEM-Analysen, Nozzle-Pro 15 für die Stutzenstatik und TEMESfcal für Flanschauslegungen nach EN 1591-1. Die Konstruktion erfolgt in PTC Creo. Die Ermüdungsfestigkeit lastwechselbeanspruchter Tanks bewerten wir nach EN 13445-3, Abschnitt 17 (vereinfacht) bzw. Abschnitt 18 (detailliert) oder nach ASME Section VIII Div. 2, auf Wunsch als Design by Analysis mit nichtlinearer FEM.
P355 als Standard für H₂-Druckspeicher
Rund 95 Prozent unserer H₂-Lagertanks entstehen aus feinkörnigem C-Stahl der Güte P355 (P355NH, P355NL1). Der Werkstoff bietet eine hohe Streckgrenze bei guter Schweißbarkeit und ist nach AD 2000 und EN 10028-3 voll normativ abgedeckt. Bei qualifizierter Schweißung und konsequentem Spannungsarmglühen ist die Wasserstoffversprödung technisch beherrscht. Damit ist P355 in den meisten Anwendungen die wirtschaftlichere Wahl gegenüber reflexhaft spezifiziertem Edelstahl. Edelstähle sowie Duplex- und Nickelbasis-Legierungen liefern wir dort, wo die Anwendung sie tatsächlich erfordert.
Zertifikate und Zulassungen
Technische Fragen zu Ihrem Speicherprojekt
Bei Fragen zur Auslegung oder Fertigung Ihres Wasserstoffspeichers sprechen Sie direkt mit unserem Projektteam. Wir klären die erforderlichen Angaben gemeinsam mit Ihnen.
Daniel Wolf
CTO & Wasserstoff-Experte
Häufige Fragen zu unseren H₂-Druckspeichern
Die folgenden Antworten erläutern wichtige technische Anforderungen an stationäre Wasserstoffspeicher und deren Betrieb.
Wie lange dauert die Lieferung eines Wasserstoff-Druckspeichers? + − Standardvolumina bis 400 bar: Bei freien Kapazitäten beträgt die Lieferzeit 12 bis 20 Wochen ab Bestellung, sofern das benötigte Material auf Lager ist. Bei Materialneubeschaffung beträgt die Lieferzeit 8 bis 12 Monate.
Hochdruck-Sonderanfertigungen, zum Beispiel Rohrbündel-Wasserstoffspeicher bis 500 bar: Die Lieferzeit einschließlich Werkstoffbeschaffung, Fertigung, Prüfung und Dokumentation beträgt 9 bis 13 Monate.
Eine verbindliche Lieferzusage erfolgt nach Klärung der technischen Spezifikation.
Standardvolumina bis 400 bar: Bei freien Kapazitäten beträgt die Lieferzeit 12 bis 20 Wochen ab Bestellung, sofern das benötigte Material auf Lager ist. Bei Materialneubeschaffung beträgt die Lieferzeit 8 bis 12 Monate.
Hochdruck-Sonderanfertigungen, zum Beispiel Rohrbündel-Wasserstoffspeicher bis 500 bar: Die Lieferzeit einschließlich Werkstoffbeschaffung, Fertigung, Prüfung und Dokumentation beträgt 9 bis 13 Monate.
Eine verbindliche Lieferzusage erfolgt nach Klärung der technischen Spezifikation.
Bieten Sie Komplettpakete inklusive Stahlbau und Isolierung an? + − Ja. Auf Wunsch liefern wir den Speicher mit Bühnen, Leitern und Rohrhalterungen nach EN 1090, mit Heizsystemen, Beschichtungen, Brandschutz sowie Isolierung und Konservierung. Damit entfällt für Sie die Abstimmung mit mehreren Lieferanten.
Ja. Auf Wunsch liefern wir den Speicher mit Bühnen, Leitern und Rohrhalterungen nach EN 1090, mit Heizsystemen, Beschichtungen, Brandschutz sowie Isolierung und Konservierung. Damit entfällt für Sie die Abstimmung mit mehreren Lieferanten.
Welche Wartungsmaßnahmen sind für einen Wasserstoffspeicher erforderlich? + − Wasserstoff-Druckbehälter unterliegen der wiederkehrenden Prüfung nach BetrSichV. Typisch sind:
- innere Prüfung alle 5 Jahre, abhängig vom Inspektionskonzept
- Festigkeitsprüfung bzw. Druckprüfung in den meisten Fällen alle 10 Jahre
- äußere Prüfung alle 2 Jahre
- Dichtungswechsel an Flansch- und Stutzenverbindungen
- Funktionsprüfung der Sicherheitsventile und Druckmessstellen
Im Rahmen der WOLF Safety Technology planen wir diese Maßnahmen vorausschauend und koordinieren die benannte Stelle. Die nicht prüfpflichtigen Begleitarbeiten führen wir selbst aus.
Wasserstoff-Druckbehälter unterliegen der wiederkehrenden Prüfung nach BetrSichV. Typisch sind:
- innere Prüfung alle 5 Jahre, abhängig vom Inspektionskonzept
- Festigkeitsprüfung bzw. Druckprüfung in den meisten Fällen alle 10 Jahre
- äußere Prüfung alle 2 Jahre
- Dichtungswechsel an Flansch- und Stutzenverbindungen
- Funktionsprüfung der Sicherheitsventile und Druckmessstellen
Im Rahmen der WOLF Safety Technology planen wir diese Maßnahmen vorausschauend und koordinieren die benannte Stelle. Die nicht prüfpflichtigen Begleitarbeiten führen wir selbst aus.
Was ist ein Rohrbündel-Wasserstoffspeicher und wann ist er sinnvoll? + − Ein Rohrbündel-Wasserstoffspeicher besteht aus nahtlosen, dickwandigen Einzelrohren, die über gemeinsame Sammler verschaltet sind. Weil jedes Rohr einen deutlich kleineren Durchmesser hat als ein klassischer Behälter, bleiben die Wandstärken auch bei 500 bar beherrschbar. Sinnvoll ist die Bauart oberhalb von etwa 400 bar, zum Beispiel als Hochdruckstufe an H₂-Tankstellen. Auf Anfrage fertigen wir die Rohre als nahtlose, vergütete Stahl-Großrohrflaschen nach ISO 11120 mit 150 bis 3000 l Wasserinhalt.
Ein Rohrbündel-Wasserstoffspeicher besteht aus nahtlosen, dickwandigen Einzelrohren, die über gemeinsame Sammler verschaltet sind. Weil jedes Rohr einen deutlich kleineren Durchmesser hat als ein klassischer Behälter, bleiben die Wandstärken auch bei 500 bar beherrschbar. Sinnvoll ist die Bauart oberhalb von etwa 400 bar, zum Beispiel als Hochdruckstufe an H₂-Tankstellen. Auf Anfrage fertigen wir die Rohre als nahtlose, vergütete Stahl-Großrohrflaschen nach ISO 11120 mit 150 bis 3000 l Wasserinhalt.