Auslagern
Gezielte Festigkeitssteigerung für ausscheidungshärtbare Legierungen. Mit präzise geregelten Auslagerungsprozessen stellen wir definierte mechanische Eigenschaften und Endfestigkeiten ein.
Mechanische Eigenschaften durch kontrollierte Ausscheidung einstellen
Beim Auslagern bilden sich fein verteilte Ausscheidungen im Werkstoff, die seine Festigkeit erhöhen. Temperatur und Haltezeit werden auf die Legierung und die gewünschten Endeigenschaften abgestimmt. Der Temperaturverlauf wird dokumentiert.
Auslagern
Das Auslagern ist die Wärmebehandlung mischkristallbildender Stähle und NE-Metalle nach dem Lösungsglühen. Fein verteilte Ausscheidungen im Gefüge steigern die Festigkeit. Für das Verfahren ist auch der Begriff Ausscheidungshärten gebräuchlich.
| Temperatur | |
|---|---|
| 0 | 107.2 |
| 1 | 139 |
| 2 | 167.2 |
| 3 | 180.2 |
| 4 | 180.2 |
| 5 | 180.1 |
| 6 | 174.8 |
Qualitätssicherung im eigenen Haus
Unser QS-Team prüft die Fertigung im eigenen Haus. Die vorgesehenen Prüfverfahren und das 3D-Aufmaß werden projektspezifisch festgelegt. Materialzeugnisse, Fertigungsnachweise und Prüfergebnisse führt unser Dokumentationsteam in einer nachvollziehbaren Projektdokumentation zusammen.
Technische Fragen zur Wärmebehandlung
Bei technischen Fragen zur Wärmebehandlung sprechen Sie direkt mit unserem zuständigen Team. Wir klären die erforderlichen Angaben gemeinsam mit Ihnen.
Volker Ermert
Werksleiter/Leiter Wärmebehandlung
Häufige Fragen zum Auslagern und Ausscheidungshärten
Hier beantworten wir technische Fragen zum Auslagern und zu geeigneten Werkstoffen.
Übernehmen Sie Lösungsglühen und Auslagern im Paket? + − Ja. Beide Schritte laufen bei uns in einer Hand, mit durchgehender Dokumentation der Temperaturzyklen.
Ja. Beide Schritte laufen bei uns in einer Hand, mit durchgehender Dokumentation der Temperaturzyklen.
Welche Werkstoffe lassen sich ausscheidungshärten? + − Ausscheidungshärtbare Stähle sowie Aluminium-, Nickel- und Kupferlegierungen, jeweils nach vorherigem Lösungsglühen.
Ausscheidungshärtbare Stähle sowie Aluminium-, Nickel- und Kupferlegierungen, jeweils nach vorherigem Lösungsglühen.
Was ist der Unterschied zwischen Kalt- und Warmauslagern? + − Kaltauslagern läuft bei Raumtemperatur über längere Zeit ab. Warmauslagern beschleunigt die Ausscheidungsbildung bei erhöhter Temperatur, typischerweise zwischen 100 und 200 °C, und erlaubt eine gezieltere Einstellung der Endfestigkeit.
Kaltauslagern läuft bei Raumtemperatur über längere Zeit ab. Warmauslagern beschleunigt die Ausscheidungsbildung bei erhöhter Temperatur, typischerweise zwischen 100 und 200 °C, und erlaubt eine gezieltere Einstellung der Endfestigkeit.