Schweißtechnik im Behälterbau

Schweißtechnik nach AD 2000, EN 13445 und ASME

Im Behälter- und Apparatebau ist die Schweißverbindung sicherheitsrelevant. Qualifizierte Fachkräfte führen manuelle und mechanisierte Prozesse nach freigegebenen Schweißanweisungen aus. Die schweißtechnische Fertigung ist nach DIN EN ISO 3834 zertifiziert.

Schweißverfahren

Verfahren und Werkstoffe im Behälterbau

Wir setzen WIG (141), MAG (135/136), E-Hand (111) und Unterpulverschweißen (121) ein. Je nach Aufgabe arbeiten wir manuell, mechanisiert oder robotergestützt.

Verarbeitet werden unter anderem C-Stähle wie P265GH und P355GH sowie warmfeste Güten wie 16Mo3 und 13CrMo4-5. Auch austenitische Edelstähle, Duplex 1.4462 und plattierte Werkstoffe werden mit qualifizierten Verfahren geschweißt. Wenn der Werkstoff es verlangt, arbeiten wir mit kontrollierter Vorwärmung und definierter Wärmeführung.

...
Schweißaufsicht und Prüfung

WPS und WPQR für jede Schweißaufgabe

Jede Schweißverbindung beruht auf einer freigegebenen Schweißanweisung (WPS). Die Verfahrensqualifizierung erfolgt nach DIN EN ISO 15614 und wird im WPQR dokumentiert. Neue Aufgabenstellungen beginnen mit einer vorläufigen Schweißanweisung und dem zugehörigen Qualifizierungsversuch.

Unsere Schweißer sind nach DIN EN ISO 9606 geprüft. Bei ASME-Aufträgen gelten zusätzlich die Anforderungen aus ASME Code Section IX. Die Schweißaufsicht begleitet den Prozess und ordnet die Nachweise dem Auftrag zu.

...
Manuell oder mechanisiert

Das Verfahren richtet sich nach der Aufgabe

Bei komplexen Einzelbauteilen wird überwiegend manuell geschweißt. Wiederkehrende Rund- und Längsnähte können mechanisiert oder robotergestützt ausgeführt werden. Die Entscheidung richtet sich nach Werkstoff, Nahtgeometrie und Losgröße.

...
Kontakt

Ansprechpartner für Schweißtechnik

Bei Fragen zu einem Werkstoff oder einer konkreten Schweißaufgabe wenden Sie sich an unser Team. Wir prüfen die Anforderungen und legen das geeignete Verfahren projektbezogen fest.

Mohamed Elbardan

Qualitätssicherung

Team
FAQs

Häufige Fragen zur Schweißtechnik

Hier beantworten wir Fragen zu Schweißverfahren und Verfahrensqualifikationen. Auch die Anforderungen an Schweißer und Schweißaufsicht werden erläutert.

Nach welchen Standards ist Ihre Schweißtechnik zertifiziert? +

Unsere schweißtechnische Fertigung ist nach DIN EN ISO 3834 zertifiziert. Für Druckgeräte gelten die Zulassungen nach AD 2000 und EN 13445 in Verbindung mit der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU. ASME-Aufträge fertigen wir nach den vorhandenen U- und U2-Zulassungen. Für tragende Stahlbauteile besteht die Zertifizierung nach EN 1090-1/-2.

Welche Prüfungen führen Sie an Schweißnähten durch? +

Der Prüfumfang richtet sich nach Regelwerk und Prüfplan. Für die Oberflächenprüfung setzen wir Sichtprüfung (VT), Eindringprüfung (PT) oder Magnetpulverprüfung (MT) ein. Innere Unregelmäßigkeiten werden je nach Aufgabe mit Durchstrahlungsprüfung (RT) oder Ultraschallprüfung (UT) untersucht. Bei der Ultraschallprüfung stehen auch TOFD und Phased Array zur Verfügung.

Schweißen Sie auch Duplex und plattierte Werkstoffe? +

Ja. Duplex 1.4462 wird mit qualifizierten Verfahren und kontrollierter Wärmeeinbringung geschweißt. Bei plattierten Werkstoffen werden Trägerwerkstoff und Plattierung schweißtechnisch getrennt behandelt. Der Zusatzwerkstoff für die Decklage wird passend zur geforderten Korrosionsbeständigkeit ausgewählt.

Wie sind Ihre Schweißer qualifiziert? +

Unsere Schweißer sind nach DIN EN ISO 9606 für das jeweilige Schweißverfahren geprüft. Die Qualifikation berücksichtigt die Werkstoffgruppe und die erforderliche Schweißposition. Bei ASME-Projekten gelten zusätzlich die Anforderungen aus ASME Code Section IX. Die Schweißaufsicht überwacht die Gültigkeit der Prüfungen.